Blog -Emily-VersumGabiKurzgeschichten

Das Leben ist leicht wie Gummi und frech wie 1.000 Kindergartenkinder

Lustige Geschichte für Erwachsene

Ich verwette meinen übergroßen Hintern darauf, dass du den Spruch „Wenn das Leben dir eine Zitrone schenkt, mach Limonade daraus“ kennst.

Aber was zum Geier würdest du tun, wenn das Leben dir eine Gummipuppe schenkt? Ich bin gerade nicht sicher, ob ich wissen möchte, was du … Also lassen wir das. 😉

Was ich dir verraten kann: Das Leben hat mir – warum auch immer – vor ein paar Monaten eine solche Gummipuppe geschenkt. Eine rotzfreche, kleine, gummierte Puppe. Und ich wusste sofort, was ich zu tun hatte: die Puppe schnellstmöglich wieder loswerden!

Leider hatte ich die Rechnung ohne diesen gummierten Lappen gemacht, denn der hatte kurzerhand beschlossen, von nun an bei mir wohnen zu wollen. Ich brachte gefühlt 3.000 Argumente auf, die dagegen sprachen, eine Gummipuppe zu beherbergen: Angefangen von der Tatsache, dass in meinem Leben ohnehin Chaos herrschte und ich daher nicht gewillt war, noch ein solch fragwürdiges Wesen aufzunehmen – denn von der Sorte leben hier eindeutig schon zu viele – über den Umstand, dass ich überhaupt nicht weiß, wie ich mit einer Gummipuppe umzugehen hätte, bis hin zu dem Aspekt, dass ich um Himmels willen keinen so erheblichen Dachschaden habe, dass ich ein Heim für Gummipuppen und sonstige gestörte Gestalten bereithalte.

Was soll ich sagen? …

Die Puppe hatte bessere Argumente, und lebt seitdem bei mir. Wie ich glaube, mit dem Ziel, mein Leben noch ein bisschen mehr auf den Kopf zu stellen, als das ohnehin schon der Fall war, und dafür zu sorgen, dass mich nun auch alle Menschen um mich herum für ein bisschen bekloppt halten. Also abgesehen von den Leuten, die mich kennen und die wissen, dass ich tatsächlich etwas verrückt bin.

Tagein tagaus lebe ich nun also mit einer Gummipuppe zusammen und versuche, den Schaden, den sie verursacht, zu begrenzen. Darin bin ich geübt. Schließlich „sitte“ ich auch seit über einem Jahr meine völlig verkorkste Tante Helga.

Aber die Puppe schafft es beinahe täglich, den Vogel abzuschießen. Mit Kanonenkugeln!

Erst neulich musste ich meiner Nachbarin, Frau Heitmann, erklären, dass die Puppe – die übrigens inzwischen widerwillig auf den Namen Gabi hört – ihr ganz sicher nicht zu nahetreten wollte, als sie ihr – den Stinkefinger erhebend – deutlich machte, dass sie – und ich zitiere das jetzt unter übelster Schamesröte – „viel zu alt, zu schrill und zu schrullig sei, um einen Mann abzubekommen“. Dabei hat mich die Heitmann eh schon auf dem Kieker. 😲

Als ich zu hyperventilieren drohte, aus Angst, die Alte würde mir gleich eine mit dem Schnitzelhammer überbraten, meinte Gabi nur ganz cool zu mir: „Chill mal. Das Leben ist leicht wie Gummi.“ …

Und ich konterte ziemlich angepisst: „Und frech wie 1.000 Kindergartenkinder.“

Kurzum: Mein Zusammenleben mit Gabi ist äußerst anstrengend, und ich denke gelegentlich darüber nach, dem ein Ende zu setzen. Ich bräuchte nur eine Gabel und müsste das Puppenbein erwischen. Es würde kurz zischen und Gabi würde wild gestikulierend irgendwelchen Bullshit von sich geben. Aber dann wäre Ruhe. Herrlich entspannende Ruhe!

Das wäre zu einfach, oder?

Genau deshalb hab’ ich beschlossen, das Beste aus meiner miesen Situation zu machen und Geschichten über unser Zusammenleben zu schreiben. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es Krimis, Komödien oder Tragödien werden. Wahrscheinlich von allem etwas.

Du bist gespannt wie ein Schlübbergummi, welchen Mist Gabi sonst noch so verzapft?

Perfekt! Ich halte dich auf dem Laufenden. 😉

Jetzt bist du dran

Lebt in deinem Haushalt auch jemand, der da eigentlich NICHT hingehört? Schreib’ doch mal einen Kommentar. Ich freue mich drauf. 😊

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