Kurzgeschichten

Geschenke von Herzen

Geschenke von Herzen Weihnachtsgeschichte

Weihnachten ist super, oder? Die ganze Familie sitzt zusammen und streitet sich aus Respekt vor dem heiligen Fest höchst leise und unter vorgehaltener Hand. Wütende und wilde Gesten sowie hochrote Köpfe untermauern die leisen Töne.

Der Gänsebraten ist total verbrannt, weil Mutti einfach nicht als Köchin taugt. Auch das ist kein Problem. Es ist ja Weihnachten. Da kann man diesen Fauxpas ignorieren.

Der doofe Weihnachtsbaum hat nur noch drei verkrüppelte Äste ohne Nadeln – und eine quietschbunte Baumspitze. Warum haben wir ihn auch schon Anfang November gekauft?

Und die lieben Kleinen, die von uns mit hochwertigem Geschenke-Schnickschnack versorgt werden, bedenken uns mit allerhand Selbstgebasteltem.

Im Ernst? Ein selbstgemaltes Bildchen von einer Katze, die nicht mal mir, sondern Herta von nebenan gehört? Geht’s noch? Darunter die Worte: „Frohe Weinachten, deine Dochter.“

Na warte, mein Kind! Das kann ich auch!, dachte ich mir im letzten Jahr.

Ruck, zuck krakelte ich mit ein paar echt abgewetzten Buntstiften wie wild auf einem Blatt Papier herum und malte ein rotes Dreieck zwischen die Striche. Darüber schrieb ich: „Dieser Regenbohgen soll dir Glück bringen. Es ist ein Weihnachtsregenbohgen mit einer echt koooooolen Müze. Frohe Weihnachten. Hab dich lib. Mama.“

Was glaubst du wohl, wie mein Kind darauf reagiert hat. 😂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.