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Tante Helga bekommt ihre eigene Podcast-Show

Tante Helga Podcast

Gestern habe ich wieder meine Tante Helga „gesittet“. Wobei es weniger sitten und mehr aufpassen war, damit sie nicht die ganze Nachbarschaft gegen mich aufbringt. Zur Strafe, dass ich Blödmann sie in meine Wohnung gelassen hatte, kämpfte ich abends mit einer fetten Migräne.

Tante Helga ist echt der personifizierte Wahnsinn auf zwei wabbeligen, alten Beinen. Und ihre Schnauze – ich würde gerne MUND sagen, aber sie schießt scharf! – steht einfach nicht still und hält fortwährend Beleidigungen für alle Arten von Lebewesen bereit. Sogar für die Eintagsfliegen an der Wand. Wer hätte gedacht, dass gerade DIE sich mal einen schnellen Tod wünschen würde? 🤪

Jedenfalls hat’s mir gestern gereicht! Als ich zum x-ten Mal versucht hatte, eine neue Podcast-Episode für „Lachen im Schrank“ aufzunehmen, und Tante Helga permanent verbal dazwischen gegrätscht war, beschloss ich, dass sich etwas ändern musste. Schließlich hatte ich sie jetzt noch ein weiteres Jahr an der Backe! Wie bisher konnte es also nicht weitergehen, wenn mir meine Nerven lieb waren. Und das waren sie! …

Wie ein Kleinkind setzte ich sie also an den Tisch neben mich und drückte ihr einen Beutel Buntstifte und weißes Papier in die Hand. Das erschien mir auf jeden Fall sinnvoller als der andere Plan, der mir noch in den Sinn kam, und der etwas mit einer Schere und kriminellen Gedanken zu tun hatte! 😝

Das Ergebnis war ein Kunstwerk namens: „Helfen Sie mir! Ich werde hier gefangen gehalten!“, welches Tante Helga blitzschnell in die Kamera hielt, die ich bei der Aufnahme hatte mitlaufen lassen.

Zum Glück übertrage ich niemals live! 😉

In dem Moment ist mir fast der Popo geplatzt vor Aufregung!

„Also gut, Tante Helga“, schnauzte ich echt angepisst. „Wie überstehen wir beide LEBEND das kommende Jahr?“

Tante Helga schnipste daraufhin ihren grünen Buntstift in meine Richtung, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das Absicht war oder ob hier nur das Alter dafür sorgte, dass der Koloss die Kontrolle über die schlabbrigen Arme verlor.

Tante Helga ballerte daraufhin scharf zurück, dass ich unfähig sei und dass sie jetzt dran wäre.

Ja, du bist dran, dachte ich, und in mir blitzte ein Bild vom örtlichen Friedhof auf…

Doch sie legte nach und war der Meinung, dass sie das mit dem „Postcat“ viel besser machen würde als ich. Sie würde den Menschen schon erzählen, was sie wissen müssten, und es könne ja nicht so schwer sein, sinnlose Sachen in ein Mikrofon zu schwafeln, um diesen bekackten Postcat aufzunehmen.

„Es korrekt auszusprechen, ist aber scheinbar schwerer als gedacht“, blökte ich zurück und schob ihr das Mikrofon rüber.

Tante Helga grunzte und hechelte und schwallte irgendwelchen Blödsinn hinein und fing danach fürchterlich an zu lachen.

Zugegeben – der alten Frau beim Versagen zuzuhören, war mir eine echte Genugtuung.

Deshalb machten wir einen Deal: Tante Helga bekommt nun einmal monatlich ihre eigene Podcast-Show bei „Lachen im Schrank“ – und ich habe in Zukunft meine Ruhe!

„Und wie nennen wir das Ding?“, fragte sie, als sich plötzlich in meinen Synapsen die Antwort förmlich aufdrängte:

„Tante Helgas Gebrabbel des Monats“!

Zu hören in meinem Podcast ab sofort. Hör’ doch gleich mal rein.

Jetzt bist du dran

Gibt es in deiner Familie auch eine wie Tante Helga? Schreib doch mal einen Kommentar. Ich freue mich drauf. 😊

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