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Wie Tante Helga den Xaver loswerden wollte

eine kleine Geschichte für Erwachsene lustig Emily Chuck

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Xaver und Tante Helga sind schon ewig zusammen. Ich würde schätzen, 358 Jahre. Es ist auch möglich, dass sie erst seit dem vorletzten Weihnachtsfest ein Paar sind. Ich weiß es nicht genau. Die Zeit vergeht so unrealistisch langsam-schnell, seit ich mir regelmäßig beim Abendessen zwei sich beim Knutschen besabbernde und die Gebisse verlierende Alte reinziehen muss. Und ich muss das wirklich. Das ist wie bei einem Unfall, bei dem man nicht wegschauen kann.

Die beiden knutschen ständig und haben regelmäßig Geschlechtsverkehr. Das behauptet zumindest Tante Helga, ohne, dass es einer wissen will. Dennoch wünscht sich die alte Frau ab und zu frischen Wind. In Form von Eriks, Ralfs oder Rolands, die allesamt etwa 100 Jahre jünger sind als sie. Auch das möchte ich mir nicht vorstellen. Muss ich aber…

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Jedenfalls hatte Tante Helga vor einiger Zeit eine Phase, in der sie exzessiv nach einem neuen Mann suchte. Um es in Hundesprache auszudrücken: Sie war läufig. Sie lief vor Xaver weg, hin zu Ralf. Nicht, dass Ralf eine bessere Wahl wäre. Er ist genauso luschig wie der Xaver. Nur 30 Jahre jünger. Aber auch er lebt noch bei seiner Mama. Doch während Ralfs Mama ihren Sohn jeden Tag bekochen konnte, steht die Mutter vom Xaver seit einiger Zeit als Asche auf der antiken Küchenanrichte. In einem Kompottschälchen. Wenn’s dumm kommt, bekocht sie ihn also nicht, sondern könnte in einem unachtsamen Moment selbst das Essen sein und fälschlicherweise als Mehl im Brot landen.

Kurz gesagt: Tante Helga wollte den Ralf, und der Xaver war übrig. So übrig, dass die alte Frau versuchte, ihn vorübergehend mit Annerose Heitmann zu verkuppeln. Diese nutzte die Gelegenheit, ihn von oben bis unten einzuhäkeln. Das wiederum gefiel dem Xaver nicht und er stand abermals vor Tante Helgas Tür.

Ein neuer Plan musste her, damit der Xaver dauerhaft verschwinden würde. Tante Helga lud ihn deshalb zu sich zum Essen ein. Es gab alles, was das Herz begehrte und die Leber zerstörte. Zugegeben: Der Plan war nicht schlecht, denn Xavers Leber stand ohnehin vor dem Kollaps. Die alte Frau kochte also fettige Schweinshaxe mit Schnaps-Soße. Dazu gab es Kartoffeln in einem Bad aus Öl mit frittiertem Gemüse. Und zum Verdauen gab‘s Espresso mit Eierlikör.

Fast hätte der Plan funktioniert. Der Xaver musste tatsächlich in die Notaufnahme und wäre beinahe nicht mehr lebendig aus dem Krankenhaus zurückgekommen. Das hatte allerdings weniger mit dem fettigen Essen zu tun als vielmehr mit der Tatsache, dass er sich versehentlich die Gabel in die Wange gebohrt hatte. Der arme Mann muss mit dem Gesicht beinahe in sein Besteck hineinkriechen, um es zu erkennen. Wie das bei Fast-Blinden eben so ist…

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Während der Xaver für einige Zeit im Krankenhaus lag, hatte Tante Helga viel Zeit, über die verfahrene Situation nachzudenken. Und weil der Ralf plötzlich eine Neue hatte, die 20 Jahre jünger als er – also etwa 120 Jahre jünger als Tante Helga – war, beschloss sie, dass sie den Xaver noch liebte. Und dass sie ihn unbedingt zurückhaben wollte.

Schließlich hatte sie bei ihm keine nervende Schwiegermutter zu befürchten, was ein großer Vorteil war. Und wenn sie wollte, könnte sie sie einfach als Mehl verwenden und in ein Brot verwandeln.

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